Montag, 27. August 2012

Australien - Road Trip entlang der Ostküste.



Sydney, unsere 1. Anlaufstelle in Australien, empfing uns am 10. August mit "winterlichen" Temperaturen (15 Grad) und sturmartigen Böen. Die nächsten vier Tage hieß es also, sich morgens erst einmal moppelig einzupacken und die Stadt zu erkunden. Da wir schon mal auf der anderen Seite der Welt waren und nicht wussten, wann sie uns wiedersehen würde, mussten wir natürlich erst mal die "chinesische Reisegruppen Ziele" ansteuern (Oper, Bondi-Beach, Harbour-Bridge, botanischer Garten) - lustig war vor allem der Besuch am Bondi-Beach, der alles andere als eine traumhafte Kulisse für einen malerischen Strandurlaub darstellte, sondern mit vom Wind aufgepeitschter, wilder See aufwarten konnte.
Wir haben allerdings auch andere Seiten Sydneys gesehen, die einem nicht von jeder Werbefläche oder aus Film und Fernsehen bekannt sind und zwei Bekannte von uns getroffen, Philipp und Chrissie, mit denen wir auch ein paar schöne Momente teilen konnten - vielen Dank dafür. Wir waren zudem auf einigen lohnenswerten Stadtteil-Flohmärkten und in Manley, einem Küstenvorort, wo wir eine wunderschöne Tageswanderung unternommen haben (dieses Mal sogar bei strahlendem Sonnenschein!).
Darüber hinaus gibt es über Sydney zu sagen, dass es gastronomisch einiges zu bieten hat, man aber arm dran ist, wenn man dies nicht nutzen kann - weil für unsere Verhältnisse preislich alles etwas über unserer Schmerzgrenze lag - der Dank ist gerichtet an den Euro, unseren verlässlichen Freund!

So haben wir die teure, schöne, aber für unseren Geschmack nicht außergewöhnliche Stadt dann am 14. August Richtung Brisbane verlassen, wo wir nach einem kurzen Flug unser rollendes Zuhause für die nächsten elf Tage in Empfang genommen haben: einen Mitsubishi-Kastenwagen, der uns immerhin für die ersten 90 Kilometer (in Worten: neunzig) auf unserer Reise entlang der Ostküste gen Cairns gute Dienste leistete. Dann leuchtete ein Lämpchen im Fahrer-Stübchen, nach dessen Erscheinen und nicht wieder verlöschen wir flugs einen Mechaniker herbeitelefonierten. Dieser kam, sah und drückte das Lämpchen weg. Das am nächsten Tag aber wieder aufleuchtete. Kurz: Der Wagen kam in die Werkstatt, wir verschenkten einen Teil unserer Zeit in einem Einkaufszentrum in der Industriegebietspampa Australiens, das den Charme eines Komposthaufens besitzt, erhielten den Wagen aber verhältnismäßig schnell wieder zurück, der daraufhin friedlich und schnurrend seinen Dienst Tat - der Dank ist gerichtet an den netten Herren von Noosa Car & Truck Service!
R
Und was wir in den darauffolgenden Tagen sahen war ansehnlich. Unsere Route führte uns von Brisbane nach Caloundra, Childers, Kinka Beach, St. Lawrence, Seaforth, Airlie Beach, Rollingstone, Babinda, in die Atherton Tablelands, wieder nach Babinda und endete in Cairns. Aus unserer Reise sahen wir wunderschöne Strände (Überraschung, in Australien!), Regenwald, australientypische Tiere, Wasserfälle, imposante, majestätische Bäume, Australier, Klippen, Zuckerrohr, Grey Nomads, Camperwagen, so groß wie Blauwale, ekligen Sonnenbrand, Deutsche (hiervon außerordentlich viel), viel Straße, Whitehaven Beach, Sterne, Regen, tote australientypische Tiere, sanfte Hügel und wasweißichnichnochwasalles. Zusammen ergibt das einen sehr bunten Flickenteppich aus Impressionen und einen angenehmen Rückblick auf eine lebenswerte Zeit - es war schön und hat Spaß gemacht - der Dank ist gerichtet, an den reichen Tisch, den uns Australien geboten hat und an unseren am Ende doch liebgewonnenen Campervan! Diese beiden Faktoren haben gereicht, um uns eine gute Zeit zu bescheren.

Hier wieder ein paar Fotos, leider nur im Web 1.0-Format:

Bembel küsst Oper:
http://db.tt/d4Dh2jg5

Himmellinie von Sydney bei Nacht:
http://db.tt/uDDGHHJY

Raue See @ Bondi:
http://db.tt/9Q1Qd4xE

Raue See mit rauem "Mann" (in Strandbekleidung) @ Bondi:
http://db.tt/kztCQm05

Abflug:
http://db.tt/WscTfhhO

Haus-Garten-Haushälterin:
http://db.tt/BfUZkbIK

Hat seine beste Zeit hinter sich:
http://db.tt/CleQxLSK

Einer glotzt, einer hoppelt:
http://db.tt/jE5kJc7S

Sunset:
http://db.tt/4mqL0QNS

Guten Morgen, Meer!:
http://db.tt/GxCgb6kl

Whitehaven Beach:
http://db.tt/R6EtaU73

Wasserfall-Anbeterin:
http://db.tt/ExqViczb

Curtain Fig Tree:
http://db.tt/TLa2vWcH









Nun geht es auf neuseeländische Straßen. Cheerio!

Donnerstag, 9. August 2012

Vietnam


Good morning, Vietnam!

Während wir gerade am Flughafen Hanoi sitzen und auf unseren Flieger nach Australien warten, lassen wir die letzten knapp 2 Wochen, die wir in Vietnam verbracht haben, Revue passieren. 

Vietnam war anstrengend und heiß und voll. Die Straße zu überqueren, ohne von einem Roller überfahren zu werden, gilt hier als Nationalsport. Vor allem aber war es spannend, mitreißend und sowohl kulturell als auch geschichtlich gesehen, ein weiterer Höhepunkt unserer Reise.


Mehr als in jedem anderen der von uns bereisten Länder, merkt man hier den großen Einfluss, den die Franzosen auf diese Region ausübten. An den Strassen reihen sich wunderschöne (wenn auch an einigen Ecken etwas in die Tage gekommene) Kolonialbauten und auch Baguettes spielen hier kulinarisch (endlich mal wieder) eine Rolle. 
Im Mittelpunkt steht beim Thema Essen jedoch unanfechtbar "Pho" (Suppe). Egal ob am frühen Morgen, am Nachmittag bei 37 Grad oder zu Abend, überall wird die Pho in jeglichen Varianten serviert und oftmals wird in den sogenannten "Restaurants" aKuf den Bürgersteigen gar nichts anderes angeboten, als eben Pho. Und das ist gut so. Denn es schmeckt unfassbar gut und immer wieder fragt man sich, wie an solch kleinen und improvisierten Strassenstaenden so etwas gezaubert werden kann.

Nun aber zur Region selbst bzw. zu dem, was wir davon gesehen haben.

Unser Weg führte uns zunächst nach Saigon (offiziell: Ho Chi Minh City), der großen Metropole im Süden des Landes, die als Handelszentrum des Landes bekannt ist. Wir besuchten den Wiedervereinigungspalast und nahmen an einer spannenden Führung teil. Der Palast gilt als Symbol des Endes des Vietnamkrieges, das hier besiegelt wurde und ist definitiv ein Besuch wert.

Weiter ging es mit dem Wiedervereinigungszug nach Nah Trang, dem Badeort der Vietnamesen (und wie wir feststellten auch vieler Russen). Es war erholsam, einfach mal einen Tag am Strand zu liegen, baden zu gehen und viele, viele Fruchtsäfte zu trinken, doch nach einem Tag zog es uns weiter in den Norden nach Hue, wo wir nach einer 12-stuendigen Zugfahrt ankamen. Hue ist eine kleine, umtriebige Stradt, die durch die wunderbare Lage am "Parfümfluss" ein ganz besonderes Flair ausstrahlt. Wir verbrachten hier 3 Nächte, fuhren viel Rad um die Umgebung und das Wahrzeichen der Stadt - die Zitadelle - zu erkunden. 

Die letzte Station war Hanoi, die Hauptstadt Vietnams, wo wir dann auch auf Mama und Papa Schäfers trafen. Das Highlight dieses Abschnitts des Landes war (neben dem Besuch von Onkel Ho in seinem Mausoleum) der 3-tägige Bootsausflug zur Halong-Bucht im südchinesischen Meer. Auch die Sicherheitswarnungen des deutschen Auswärtigen Amtes konnten uns nicht davon abhalten, dieses Naturspektakel zu bereisen und trotz einer aufregenden Nacht auf unserem kleinem Holzschiff inklusive Unwetter und Kollision mit einem anderen Schiff, kann man den Besuch der Bucht nur weiterempfehlen. Die Bilder sprechen hier wohl für sich. 

Dieses war also unser letzter Eintrag aus Südostasien, das wir mit etwas Wehmut verlassen. Nun sind wir aber auch gespannt auf Australien, wo wir die kommenden 2 Wochen mit dem Camper die Ostküste bereisen werden. Es wird sicher auch aufregend. Selbst ohne Pho. Und ohne Rollerfahrer.



Kayaking in der Halong Bucht















Halong Bucht






CatBa Island






Vietnamesische Koestlichkeit I




Zu Besuch bei Onkel Ho


Vietnamesische Koestlichkeit II




Wiedervereinigungspalast in Saigon




Vietnamesische Koestlichkeit III


Rush Hour in Saigon


Nha Trang


Zugreisende














Wohnzimmer Restaurant






Donnerstag, 2. August 2012

Kambodscha


Nach unserem letzten Lebenszeichen aus Laos möchten wir noch die Eindrücke aus Kambodscha, die wir sammeln durften, hinterherschieben.

Obwohl wir uns nur denkbar kurz im Land aufgehalten haben, gibt es Eindrückliches zu berichten.

Schon die Anreise von Pakse nach Kambodscha war abenteuerlich; ein kleines Propellerflugzeug chinesischer Herstellung der Lao Airlines hoppelte mit uns durch die Luft und brachte uns ins übersichtliche Städtchen Siem Reap. Dieses wiederum ist das Einfallstor zu den Tempeln von Angkor, deren Besuch auch für uns der Grund war, hier Gast zu sein. An zwei Tagen hat uns Sry, unser Tuk Tuk-Fahrer, von Tempel zu Tempel gebracht, während wir mit ihm im Gegenzug Deutsch gelernt haben, da er in Zukunft als deutschsprachiger Tourguide arbeiten will. Als solcher könne er das meiste Geld verdienen. Sry ist ein lustiger Geselle, wir haben viel mit ihm gelacht und haben durch ihn auch erfahren können, wie ein Großteil der Kambodschaner lebt. Während wir uns die Tempel anschauten, hat er seine Nase immer fleißig in sein Deutsch-Übungsbuch gesteckt und alle Begriffe, die er aus unserem Mund gehört hat und die neu für ihn waren, in sein Vokabelheft geschrieben.

Zu den Tempeln selber lässt sich sagen, dass sie unfassbar beeindruckend sind. Das Ausmaß der gesamten Anlage ist vulgär weitschweifig, die Detailfülle der Steinfiguren und Wandmalereien  erschlagend. Zudem unterscheiden sich die einzelnen Tempel zum Teil sehr voneinander, während der eine mächtig-erhaben ist, ist der nächste mystisch-düster und der übernächste verwinkelt-verwachsen. Nochmals: ein sehr beeindruckender Ort.

Doch auch dieses Kapitel hat sein Ende gefunden und nach der schönen Zeit in Siem Reap machten wir uns auf, in die kambodschanische Hauptstadt zu kommen: nach Phnom Penh. Hierbei haben wir dann die Tücken des Busverkehrs des Landes kennengelernt. So sind wir mit unserem Bus morgens um 8:30 Uhr aufgebrochen und erst mal nach ca. zwei Stunden Fahrt mit Motorproblemen liegengeblieben. Während dieser ungewollten Rast in einem kambodschanischen Dorf im Nichts haben wir dann erst einmal unsere Kekse an die Dorfjugend verteilt und einem Mönch, der ebenfalls bei uns im Bus saß, dabei zugesehen, wie er dieselbe mit seinem Tabloid-Computer beeindruckt hat. Nach einiger Zeit erreichte uns dann ein Bus der selben Busgesellschaft, der sich 1 3/4 Stunden nach uns auf den Weg gemacht hatte und der einen Teil unserer Busbesatzung, darunter auch uns beide, aufsammelte. Blöd nur, dass auch dieser Bus nach einiger Zeit liegenblieb - wieder aufgrund von Motorproblemen. So ergab es sich, dass uns der Bus, in dem wir ursprünglich saßen, wieder einholte, und wir wieder in diesen Bus wechselten. Dieser war es dann auch, der uns doch noch zu unserem Ziel brachte, müde und um ein kurioses Ereignis reicher.

Folglich kamen wir auch später als gedacht in Phnom Penh an und so beschränkte sich unsere Stadterkundung am Abend lediglich auf die nähere Nachbarschaft unseres Gasthauses, die sich durch einen sehr lebendigen Markt, viele Mopedfahrer und allerlei Durcheinander auszeichnete.
Nach einem ausgedehnten Frühstück am nächsten Morgen ging es dann auch schon weiter nach Ho Chi Minh City, wiederum per Bus, was dieses mal auch reibungsloser klappte (allerdings auch nicht ganz pannenfrei). Aber das ist eine neue Geschichte...




Unser Flugzeug, das uns vom wohl kleinsten internationalen Flughafen der Welt (Pakse) nach Kambodscha brachte.

Laos' ganzer Stolz.

Hallo Cambodia!

Angkor Wat im Morgengrauen











Touris unterwegs....


Tankstelle - Cambodian style!


Cambodian BBQ

...Fleisch. Ganz viel Fleisch.


..einer unserer "VIP-Busse", der den Weg in die Hauptstadt Phnom Penh nicht geschafft hat.